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Mit dem heutigen Tag enden sieben Monate verfügbar sein. Eine Atempause mit der Chance, mal andere Dinge zu tun. Ich freue mich drauf - aber ich weiß noch nicht, wie ich so richtig werde abschalten können.

Wie schafft man es eigentlich, Erholung zu verlernen?

Das Thermometer weist Werte auf, unter denen man guten Gewissens kaum seriöse Ergebnisse erzielen kann. So schiebe ich Aufgaben um und auch etwas vor mir her, um sie mit klarerem Kopf einem Abschluss zuzuführen. Die inneren Rolladen sind bereits heruntergelassen, der Außensitzbereich reingeholt. Mein Geist steht missmutig hinterm Tresen und rechnet den Tag ab. Nur unterbrochen von letzten Besuchern, die noch Dieses und Jenes suchen oder wünschen. Aber dann doch nicht kaufen.

Ich entscheide, den Kassenzettel nicht näher zu betrachten. Heute ist einfach nicht mehr rauszuholen.

The age of mistrust

So langsam dämmert es Menschen, dass das mit AI zumindest in der aktuellen Form eine scheiß Idee ist. Studien belegen, dass Menschen sich eine Arbeitswelt vor AI zurück wünschen. Denn die Korrektur von Slop frisst mehr Zeit als die manuelle Erstellung von Ergebnissen. Ich selber habe auch schon mehrfach die Diskrepanz zwischen Anforderung (“Nutz bitte AI.”) und Erwartung (“Das ist doch mit AI gemacht.”) erlebt. Teilweise sogar dann, wenn ich es selbst gemacht habe und dann beweisen musste, dass AI nicht beteiligt war. Für alle sehr unangenehm und von den wirklich wichtigen Dingen ablenkend.

Im Blog-Kontext kam es heute zwischen Johannes und Martin zu einer Diskussion, die das ganze Dillemma aufzeigt. Wir denken nur noch mit Scheren im Kopf, teilen zwischen gut und böse und knallen uns Vorwürfe an den Latz. Nicht immer geht der Austausch so aus wie zwischen den Beiden, am Ende bleiben doch Verletzungen. Und das ist scheiße. Nur, weil eine vermeintliche Innovation alles an zwischenmenschlichem Vertrauen in Frage stellt. Gleich in welcher Beziehung man zueinander steht.

Wilkommen im Zeitalter des Misstrauens. Der Eintritt kostet nur die Menschlichkeit.

Quo vadis AI? →

Himmelspastelle

In dem Berg aus Wolken reißt eine winzige Lücke auf. Groß genug für die untergehende Sonne, letzte Lichtstrahlen zu hinterlassen. Ein Band in Tafelkreide-artigem Rosa umspannt die Stadt, in der sich alles bereit für die Nacht und den folgenden Wochenstart macht. Für den Moment herrscht Ruhe. Man könnte es fast Frieden nennen. Ich kaue auf einer Scheibe Brot rum und bemühe mich um einen klugen Gedanken. Etwas Geistreiches mit einer gewissen Matinee-Reife. Aber da ist dieses Pastell. Es ist viel größer als alles, was ich in diesem Moment denken könnte.

Es weiß nichts von Krisen, Kriegen und all den anderen furchtbaren Dingen des Zeitgeschehens. Es ist jetzt da. Aber gleich weg. Dieser kleine Moment der Nahbarkeit. Direkt durch die Naturkraft an Wind und der untergehenden Sonne wieder aufgehoben. Und doch habe ich es gesehen. Weiß, dass es da war. Ein Bild, dass mir die Erinnerung morgen wieder ausgelöscht haben wird. Aber für den Augenblick habe ich mich berührt gefühlt.

Frieden beginnt dort, wo man ihn fühlt.

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