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Die aktuellen Wetterbedingungen beschäftigen auch Jan, der sich zu allem Übel auch noch an einer Arbeitsstätte einfinden muss. Den Kaffee-oder -Tee-Schwatz (wenn man das bei diesen Temperaturen noch mit Heißgetränken verbinden mag) halten wir im IRC. Und so kommt doch ein Teeküchen-Gefühl auf.
Diese Feuerkugel brennt auf uns herab und wir machen nichts Anderes, als uns im Kühleren einzuigeln. Der Tischventilator bläst bei voller Stärke während ich Dinge für den Wahlkampf erledige. Viel Energie bleibt aber nicht mehr, ein Film aus Schweiß liegt auf allen Tätigkeiten. Heute ist Mikado-Tag. Wer sich bewegt, ist selber schuld.
Ich hatte vor einiger Zeit die Font auf Loggbok von Helvetica auf Inter umgestellt und war recht froh, eine für viele Menschen (und Geräte) niedrigschwellige Lösung gefunden zu haben. Nun fiel mir auf, dass Inter in kursiver Schreibweise das a einstöckig darstellt. Da ich diese Darstellung nicht leiden kann, habe ich die Font auf Public Sans gesetzt, sans-serif bleibt als Fallback.
Ja, ich bin ein Monk. Aus tiefer innerer Überzeugung.
I'm using Arch, btw!
Unser IRC-Server ist mittlerweile berüchtigt dafür, dass er seine Nutzer in immer tiefere Kaninchenbauten verbringt. Momentan heißt das Erdloch de joure CachyOS. Und das bereitet so viel Freude, dass Hemlock gerade nicht mehr mein Lieblingsrechner ist.
Für den Umstieg musste ich nur ein vergleichsweise kleines Opfer bringen. Aus dem MintPad wurde Samson, damit ist auch das X1 Carbon endlich in den Sesamstraßen-Kanon umgezogen. Da Samson nur 8 GB RAM vorzuweisen hat, war ich unsicher, wie sich denn die Nutzung von hyprland vertragen würde. Meine Sorge war unberechtigt - es geht nämlich verdammt gut. Im “Auslieferungszustand” lag das Setup bei lediglich einem GB genutztem RAM. Mit etwas Recherche verstand ich dann auch, wie ich die .conf zu nutzen hatte. Dass seit Kurzem .lua der neue Standard ist und ich die Konfiguration noch wandeln muss - geschenkt. Man kann ja nicht alles auf einen Schlag erledigen.
Was etwas nervig war, waren die Bindings für die Funktionstasten. Mit wev erst prüfen, ob alle Tasten auch erkannt werden und dann die XF86-Funktionen zuordnen. Da ich in der Zwischenzeit Noctalia (auf Empfehlung vom cgx13) aufs Gerät brachte, war das Ganze dann mit einer bereits zusätzlich belegten Taste einfacher zu lösen. Aktuell liege ich allerdings noch bei sieben von zwölf Tasten. Naja. Was mich aber sehr fasziniert: Es ist wirklich meine Umgebung. Ich definiere den Zustand und was möglich ist. Ja, es ist ein Rabbit Hole. Aber es ist unfassbar schnell zu erlernen und wenn man die Basics verstanden hat, ist viel möglich.
Vorgestern Abend saß ich auf der Terrasse und habe vor mich hinkonfiguriert. Ohne Druck und mit quasi null Fallhöhe, weil ich sonst einfach wieder neu installiert hätte. Die .conf hatte ich mir im vorherigen Zustand gesichert. Diese Gewissheit hat mir den ganzen Druck weggenommen und ich fühlte etwas von der unbeschwerten Leichtigkeit, die ich früher bei Computern verspürte. Als diese für mich noch keine Arbeitsgeräte, sondern eher Versuchsanordnungen waren. Wie weit kann ich etwas biegen, wie genau muss ich das Verhalten auf meine Änderungen verstehen? Ich glaube, mir gibt das gerade sehr viel verlorene Freude zurück. Und das macht für mich die Veränderung am Meisten aus.
Danke auch an mthie®️ und Jan, die ziemliche Booster für das Thema sind.
Einundvierzig.
Und wieder ist ein Lebensjahr um. Immer rasanter, der Zahn der Zeit beißt sich langsam ins Fleisch. Heute war aber ein guter Tag, das Wetter hielt entgegen der Prognosen eine sehr sonnige Periode bereit. Die Liebste und ich waren im hiesigen Museum und zum Abschluss gab es noch Kaffee auf die Kralle. Dazu als Geschenk ein von meiner Liebsten gemaltes Bild der Orkney-Fähre vor Egilsay. Wieder etwas für die Tränendrüse, mit zunehmenden Alter ist eine Sehnsucht nach diesem Ort entstanden.
Und mit einer Flasche Grauburgunder schalten wir nun um ins Abendprogramm. Könnte schlimmer, nein?