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#TWTWTW KW 35/25

31.08.2025

Der Versuch einer Reflektion der Kalenderwoche 35/2025

Diese Woche ist der Kunst und Kultur gewidmet gewesen, besonders der Freitag. Durch den Beitrag von Daniel wurde ich daran erinnert, dass die Mitgliedschaft in einer Stadtbücherei a) unverschämt günstig und b) mit den Segnungen einer Online-Ausleihe versehen ist. Im Falle unserer Stadt ist die Anmeldung sogar online möglich, laut Formular dauert der Vorgang bis zu fünf Werktage. Also schloss ich um 11:27 das Formular ab und verbuchte Folgeschritte auf kommende Woche. Um 15:08 erreichte mich aber eine Mail, dass der Vorgang bearbeitet sei und ich im Dienstleistungsportal weitere Informationen erhalte. Tatsächlich war schon alles erledigt und gleichzeitig erhielt ich den Zugang zur sogenannten Onleihe. Ich war begeistert, suchte mir dann London: Die Biographie von Peter Ackroyd aus und habe direkt 120 Seiten gelesen.

Das alles für 18 Euro pro Jahr. Das sind monatlich 1,50 - wie gut ist das bitte? Nachdem ich durch die Literatur beseelt war, schaute ich am selben Abend noch in der arte-Mediathek Schostakowitsch - Symphonie in Rot und Erik Satie, ein Komponist außerhalb der Zeit. Beide Dokumentationen führen durch das Leben der Protagonisten, in ihren Widersprüchen, Kämpfen und ihrem Schaffen. So unterschiedlich die Biografien auch gewesen sind, so gleich sind sie auch im Ringen mit den äußeren Faktoren. Schostakowitsch, der mit einem ihn bedrohenden System umgehen musste. Satie als Einzelgänger, den der Alkohol zugrunde richtete. Auf jeden Fall beides sehr sehenswert.

Eine Diskussion über Plakatstandorte in der Partei nervte mich so hart, dass ich eine Lösung schaffen wollte. So ersann ich einen Plakatfinder, der Plakatstandorte speichert, das Abhängedatum kennt und daraus eine Historie abbildet. Alles gespeichert in einem simplen Backend, eine schnöde Liste. In der Betatestung gab es hilfreiche Hinweise, die ich gleich verarbeiten konnte. So fühlt es sich also an, Feedback auf etwas Programmiertes zu bekommen. Der Betatest läuft noch und ich hoffe, dass damit Diskussionen und operative Umsetzungen deutlich effektiver werden.

Gekocht wird nachher auch, es gibt eine vegane Bolognese. Das Hack ist bereits fertig gekauft, auf Erbsenbasis. Bei der Rezeptsuche habe ich gelernt, dass Bolognese ohne Sellerie unddenkbar sei. Mein Bedarf an Sellerie ist sehr gering - ich möchte das Rezept aber unbedingt wie gedacht befolgen. Und so wartet eine Knolle auf ihren Einsatz. Bei all dem neu entdeckten Eifer frage ich mich, ob ich jetzt in die Lebensphase des Genusses eingetreten bin. Zeit als Währung für eine erquickliche Erfahrung. Sei es kulinarisch oder kulturell, technisch wie auch analog. Mir behagt der Gedanke, Dinge bewusst zu erleben und zu gestalten. Die Zeitspanne, die wir Leben nennen, mit kleinen Werten zu füllen - ich bin sehr dankbar für diese Entwicklung frei von Zwängen, begründet in einer natürlichen Veränderung.

Kommt gut in die neue Woche!


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