Skill Upgrades
21.08.2025
Das Bemerkenswerte an diesem Jahr ist das Tempo, in dem ich für mich damals undenkbare technische Aspekte erfahren, gelernt und umgesetzt habe. Ich habe eine IT-Ausbildung (wenn auch nur schulisch) und habe in den drei Jahren viele Basics gelernt. Mein beruflicher Pfad führte mich aber davon weit weg. Inzwischen rückt das wieder näher zusammen, zudem hat sich im privaten Bereich auch daraus ein Hobby entwickelt.
Seit Jahresende schnurt hier ein Homeserver vor sich her und ist mein treuer Anbieter von verschiedenen Tools und Datenhost für das, was ich lieber privat als in Clouds verantworten möchte. Ein virtueller Server kümmert sich um weitere Aufgaben, mein Blog ist von Jekyll auf Hugo migriert und läuft auf eigener Infrastruktur. Seit vorgestern versioniere ich über forgejo. Seit dem Wochenende gibt es The RSS News. Und sicher gibt es noch zig andere kleine Dinge, die ich in der Adlerperspektive vergessen habe.
Das ist eine Entwicklung, die sich mir erst gestern so richtig einprägte. Wie selbstverständlich es geworden ist, mal eben schnell etwas zu programmieren. Strukturen zu gestalten, zu hosten und mit Leben zu füllen. Komplexe Anleitungen richtig zu konsumieren, sich in API-Dokumentationen einzuwühlen. Vielleicht werde ich gerade das, was ich Ende der 90er/Anfang der 2000er eigentlich werden wollte. Aber es nicht konnte, weil ich geistig zu unreif war. Zu sprunghaft, immer auf der Suche nach dem einfachen Weg aus der Problemstellung. Ich musste einfach älter werden, um diese Skills zu entwickeln.
Was mir sehr hilft, ist der Blick über den Tellerrand. Es sind Menschen in mein digitales Blickfeld geraten, die genau auch diese Prozesse durchlaufen. Das verbindet nicht nur, sondern motiviert. Gar nicht im Sinne eines Wettbewerbs, sondern in einem interessierten Austausch. Wieder was Neues gehört, wieder ein Impuls. Manche gären sehr schnell in eine reife Idee, andere brauchen ein paar Wochen oder vielleicht auch Monate. Völlig egal, es ist ein Hobby und es bereitet mir große Freude zu verfolgen, was die anderen Enthusiasten auf die Straße bringen. Denn auch das sind Inspirationen, Beweise der Möglichkeiten der Werkbank namens Internet.
Ich bin noch längst nicht am Ende dieser Reise. Neugier und viele Ideen treiben mich um. Im Dezember werde ich meine Hosting-Infrastruktur ändern, mehr Raum für diese Ideen, daraus entstehende Projekte und vielleicht auch eine neue terra incognita. Alles in dem Tempo, dass mir gut tut. Weil ich jetzt weiß, dass alles möglich ist, was ich im Kopf habe.
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