‹ Loggbok

Handreichungen zu RSS

30.07.2025

Mit meinem Beitrag am Montag habe ich offensichtlich einen Nerv getroffen, das zeigen die Rückmeldungen in Form von Mails, Posts im Fediverse und auch Erwähnungen in anderen Blogs. Dafür möchte ich mich bedanken - in einen konstruktiven Austausch zu geraten war meine Hoffnung. Dass diese sich erfüllt, freut mich sehr.

Was ich interessant finde, ist die anscheinende Mehrdeutigkeit des Posts. Während Daniel und Frank das von mir beschriebene “Landstreichertum” auch empfinden, haben Jan, John und Björn aus meinem Text ein Plädoyer für die Nutzung von RSS abgeleitet. Meine eigentliche Intention war es, Erstgenanntes als Modus operandi darzustellen und für den Besuch von Blogs zu werben. Die Darstellung als Einstehen für RSS empfinde ich jedoch nicht als fehlgeleitet, sondern als anders interpretiert. Weil genau so wichtig.

In einer Situation, in der das Internet zum Oligopol zu verkommen droht, brauchen wir den Pluralismus als feste Wehr. Inhalte, fern von regulierter Durchlauferhitzer-Qualität. Auf souveränen Plattformen, einzig der dezentralen Kommunikation verpflichtet. RSS ist dafür ein mehr als probates Mittel, den Überblick zu wahren. Genau so wie sich durch Impulse treiben zu lassen. Oder auf Rivva die neuesten Trends abzuleiten. Wichtig ist das Handeln, die freien Angebote wahrzunehmen. Und da möchte ich alle ermutigen, in Aktion zu treten. Gleich wie ihr das organisiert.

Wir haben mit der wieder stärker werdenden Blogger:innenszene die einzigartige Chance, Kommunikation zu gestalten. Gewohnheiten zu hinterfragen, Konventionen auf ihre Belastbarkeit zu erproben und fast verloren geglaubte Räume zurückzuerobern. Lasst uns die Gelegenheit nutzen. Es ist unser Raum, jetzt und hier.


Per E-Mail kommentieren | Übers Fediverse diskutieren