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Highlights einer Baustelle

18.09.2022

Am kommenden Freitag endet voraussichtlich (so genau weiß man das bei der Deutschen Bahn ja nie) die Baustelle auf dem Abschnitt Lüneburg-Hamburg Harburg der Bahnstrecke Hamburg-Hannover. Und weil es so schön war, hier die (subjektiven) “Highlights”:

  • Bauphase und 9-Euro-Ticket liefen parallel

  • durch die Baustelle wurde das Zugangebot massiv ausgedünnt

  • daraus ergebend waren die Züge mehr als brechend voll

  • der Schienenersatzverkehr fiel verdammt oft aus

  • ausgedruckte Baustellenfahrpläne über 20 Seiten, die einfach in die Wartehäuschen geklebt wurden

  • besonders toll: das wochenlange Ignorieren der gesperrten Ausfahrt am Gleis 1 des Bahnhofes hier in allen Informationen, dass durch Ansagen drei Minuten vor Abfahrt des nächsten Zuges korrigiert wurde

  • und letztendlich wurde durch die Baustelle das Angebot nicht wirklich besser, die Strecke wurde nur wieder so instand gesetzt, dass ein “normaler” Betrieb möglich wäre. Also dass Züge erwartbar fahren sollten. Wenn da nicht wieder ein ICE wegen Signalstörung in Würzburg auf Biegen und Brechen zwei seiner fünfzig Minuten Verspätung durch Überholen eines Regional-Expresses mit 600 unbeteiligten Pendlern aufholen muss.

Man könnte meinen, ich hasse Zug fahren. Das tue ich ganz und gar nicht. Aber das System Schienenverkehr ist einfach so marode, dass es keinen Spaß mehr macht.


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