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Das alte Internet →

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#TWTWTW KW 34/25

Der Versuch einer Reflektion der Kalenderwoche 34/2025

Nachdem die letzten #TWTWTW-Ausgaben alle etwas jammerig klangen, versuche ich mal bewusst die positiven Aspekte der Woche zu listen und alles Störende auszublenden:

Und nun zu einer eigentümlichen, aber auch gleichzeitig sehr typischen Geschichte für mich: Für den heutigen Kocheinsatz habe ich ein Rezept rausgesucht, welches eine Menge Steak (400 Gramm) vorsah. Ich bestellte alles über Abholservice von REWE, im Onlineshop stand etwas von 200 Gramm als Menge beim Steak. Also orderte ich zwei. Beim Bezahlen hatte ich mich ein bisschen über den Preis gewundert, ich hatte aber noch Sachen nachgeordert und hatte es damit in Verbindung gebracht. Beim Einpacken fiel es mir aber auf, das Steak war deutlich mehr und teurer als gedacht. Ich musste wohl etwas falsch gelesen haben und stand nun da mit 1,7 kg Tomahawk-Steak.

Anstatt panisch zu werden verstand ich das eher als Challenge. Die Liebste lachte sich natürlich richtig kaputt und ich rief meinen Kumpel Lars an, der mir wie erhofft gute Tipps gab, wie ich die übrige Menge gewinnbringend zubereiten könne. So gab es dieses Wochenende zweimal Steak - einmal in seiner puren Form mit einer Salz-Pfeffer-Kruste, garniert mit frischem Knoblauch und heute als Zutat in einer Asian Fusion-Rezeptur. Die Liebste sagte mir gestern beim Glas Wein in der Küche noch, wie überrascht sie davon war, dass ich das einfach gemacht habe und nicht zurückgescheut bin. Gerade, weil ich das Kochen momentan erst für mich entdecke. Aber was hätte ich tun sollen, das Fleisch war nun mal da.

Insgesamt ging also alles gut aus und ich weiß jetzt, wie man ein Steak zubereitet. Vielleicht wird aus mir doch noch ein passabler Koch.


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Skill Upgrades

Das Bemerkenswerte an diesem Jahr ist das Tempo, in dem ich für mich damals undenkbare technische Aspekte erfahren, gelernt und umgesetzt habe. Ich habe eine IT-Ausbildung (wenn auch nur schulisch) und habe in den drei Jahren viele Basics gelernt. Mein beruflicher Pfad führte mich aber davon weit weg. Inzwischen rückt das wieder näher zusammen, zudem hat sich im privaten Bereich auch daraus ein Hobby entwickelt.

Seit Jahresende schnurt hier ein Homeserver vor sich her und ist mein treuer Anbieter von verschiedenen Tools und Datenhost für das, was ich lieber privat als in Clouds verantworten möchte. Ein virtueller Server kümmert sich um weitere Aufgaben, mein Blog ist von Jekyll auf Hugo migriert und läuft auf eigener Infrastruktur. Seit vorgestern versioniere ich über forgejo. Seit dem Wochenende gibt es The RSS News. Und sicher gibt es noch zig andere kleine Dinge, die ich in der Adlerperspektive vergessen habe.

Das ist eine Entwicklung, die sich mir erst gestern so richtig einprägte. Wie selbstverständlich es geworden ist, mal eben schnell etwas zu programmieren. Strukturen zu gestalten, zu hosten und mit Leben zu füllen. Komplexe Anleitungen richtig zu konsumieren, sich in API-Dokumentationen einzuwühlen. Vielleicht werde ich gerade das, was ich Ende der 90er/Anfang der 2000er eigentlich werden wollte. Aber es nicht konnte, weil ich geistig zu unreif war. Zu sprunghaft, immer auf der Suche nach dem einfachen Weg aus der Problemstellung. Ich musste einfach älter werden, um diese Skills zu entwickeln.

Was mir sehr hilft, ist der Blick über den Tellerrand. Es sind Menschen in mein digitales Blickfeld geraten, die genau auch diese Prozesse durchlaufen. Das verbindet nicht nur, sondern motiviert. Gar nicht im Sinne eines Wettbewerbs, sondern in einem interessierten Austausch. Wieder was Neues gehört, wieder ein Impuls. Manche gären sehr schnell in eine reife Idee, andere brauchen ein paar Wochen oder vielleicht auch Monate. Völlig egal, es ist ein Hobby und es bereitet mir große Freude zu verfolgen, was die anderen Enthusiasten auf die Straße bringen. Denn auch das sind Inspirationen, Beweise der Möglichkeiten der Werkbank namens Internet.

Ich bin noch längst nicht am Ende dieser Reise. Neugier und viele Ideen treiben mich um. Im Dezember werde ich meine Hosting-Infrastruktur ändern, mehr Raum für diese Ideen, daraus entstehende Projekte und vielleicht auch eine neue terra incognita. Alles in dem Tempo, dass mir gut tut. Weil ich jetzt weiß, dass alles möglich ist, was ich im Kopf habe.


#TWTWTW KW 33/25

Der Versuch einer Reflektion der Kalenderwoche 33/2025

Eine Woche, die noch schneller verging als die vorigen. Gefangen in Ärgernissen über äußere Faktoren und den eigenen Umgang mit ihnen. Ähnlich wie vor einem Jahr habe ich wieder eine sehr kurze Zündschnur und möchte am Liebsten mehrere Wochen in einer Blockhütte an einem See verbringen. Ideal ohne viel reden zu müssen und mit Tätigkeiten, die sehr fernab des üblichen Lebens sind.

Ein Highlight war, dass ich gestern ein offenkundig gelungenes Essen kreiert habe. In der Küche bin ich abgesehen vom Backen eines Marmorkuchens ein ziemlicher Idiot. Einerseits bin ich in der Zubereitung von Lebensmitteln ungeschickt, zum Anderen stresst mich der Prozess des Kochens sehr. Vor allem bei Verwendung von zwei oder mehr Töpfen. Dennoch hatte ich bei Erscheinen auf Amazon Prime mit großer Freude “Oh Cook” mit James May gesehen und das Buch dazu anschließend auf die Wunschliste gepackt. May versprach, dass es sich um Gerichte handelt, die auch ein unbegabter Mensch wie ich kochen könnte. Das Buch schenkte mir die Liebste zum Geburstag und am Samstag wählte ich aus den Rezepten das Ratatouille, um es am Folgetag zu kochen.

Fest steht: Ich brauche immer noch zu lange zum Schneiden von Gemüse und ich kann es wirklich nicht gut. Die Zucchini-Scheiben waren zu dick, die Aubergine-Würfel zu grob. Als ich dann alles in die Pfanne gab, hätte ich fast einen Meltdown bekommen - viel zu viel Inhalt für die Pfanne. Glücklicherweise regelte sich das beim Kochprozess aber und komprimierte sich. Der Reis dazu gelang auch (ja, nicht conveniant) und auch wenn mein Ergebnis nichts mit dem Bild aus dem Buch zu tun hatte, der Liebsten und mir schmeckte es. Nächsten Sonntag wird also wieder gekocht.

Das andere Highlight beschrieb ich mit The RSS News ja im vorherigen Post. Ansonsten geht es heute final an den Sperrmüll, wieder ein Stück weiter kommen. Vielleicht hilft das auch meinem Frustlevel: Körperliche Arbeit gegen die innere Kernschmelze.


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