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Weil ich es beim Pfotenhauer sah: Ein neues Jahr ist immer auch die Gelegenheit, die App Defaults zu prüfen. Habe ich getan und in /uses aktualisiert. Erfreulicherweise ist der Anteil an selbst gehosteten Lösungen stark gestiegen. Auf der Sollseite steht die noch nicht final definierte Lösung für Cloudservices. Die Experimente mit Nextcloud waren in 2025 leider nicht zufriedenstellend und ich ringe noch mit der idealen Struktur aus “möglichst nur zu Hause liegend” und “aber flexibel erreichbar”. Klar habe ich VPN-Zugriff, aber so richtig schmeckt mir der Workflow noch nicht.

2026 soll ja nicht langweilig werden, nein?

Gerade habe ich begriffen, dass ich den RSS-Feed hier bisherig stiefmütterlich behandelt habe. Daraus resultiert, dass der teilweise unschön statt Titeln nur URLs wiedergibt und gar kein Bild mitlieferte. Daran wird nun gearbeitet. Ich bitte, damit verbundene Ruckeleien gütigst nach zu sehen.

UPDATE: Nach einer gefühlt endlosen Prügelei mit CDATA ist der Feed jetzt in der Form, dass er auf die Menschheit losgelassen werden kann. Wohl bekomm’s.

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Die Blogszene neigt ja gern dazu, Definitionen formulieren zu wollen. Geneigte Leser:innen wissen, dass ich dem kritisch gegenüber stehe. Denn nur aus Vielfalt entsteht, was Blogs lesenswert und damit bereichernd macht. Das sehen erfreulicherweise auch geschätzte Bloggende so, hier eine Auswahl an sehr guten Texten in diesem Zusammenhang:

Wenn das nun eine Standortbestimmung sein soll, wie sie gerne immer wieder postuliert wird, muss ich sagen: Sie gefällt mir und deswegen ist mir nicht bang um das Blogschutzgebiet. Wir sollten nur alle miteinander drauf achten, dass Konformität genau das ist, was diesem Lebensraum auf Dauer schadet. Wer mag schon jeden Tag das Gleiche lesen und in Designs wiedergegeben sehen?

Besserwisserei als Risiko

Heute ist der erste Digital Independence Day, kurz DIDay. Was sich in den letzten Monaten als leichter Wind durch das Internet trug, soll durch die regelmäßige Wiederholung am ersten Sonntag des Monats verstetigt werden. Im Zuge der Initiativenverkündung und des Zeitstrahls bis heute habe ich verschiedentliche Bedenken zur Kenntnis genommen, unter Anderem:

Die Kurzfristigkeit der Verkündung, das Testimonial, den Ort und die Form der Verkündung, den Namen des Ganzen, Kritik an den ersten Rezepten. Dazu kommen jetzt noch Menschen im Fediverse, die den bereitwilligen Wechselnden erstmal lang und sehr belehrend erklären, was sie falsch machen würden, die falsche Instanz z.B. oder dass sie Software A für den Zweck nutzen würden, den Software B erfüllen soll.

Was mich dabei erstaunt: All diese Menschen wollen im Kern das Gleiche: Die Stärkung demokratischer Strukturen durch Nutzung freier Software. Damit das funktioniert, müssen Leute erstmal dort ankommen. Und das funktioniert über niedrigschwellige Angebote. Dabei werden die neu hinzukommenden Nutzer:innen zwangsläufig Fehler begehen, weil sie es nicht besser wissen und oft durch Impulse in die für sie neue Welt stolpern. Die ersten Erfahrungen werden durch Besserwissertum und daraus resultierender Arroganz sofort im Kern negativ und die wichtigen Bemühungen sind zunichte gemacht. Das Schlimme: Negative Erfahrungen tragen sich immer mehrfach weiter.

Unsere Aufgabe als erfahrene Nutzer:innen ist nicht die der Maßregelung und zusätzlichen Verwirrung. Es ist die der offenen Arme, hilfreichen Kommentare und unser Wissen zu teilen. Menschen sind vielfach offener und neugierig auf die terra incognita, wenn ihnen Hilfe zur Selbsthilfe gegeben wird. Dabei sollten wir uns auf das fokussieren, was Menschen für den Start hilft, damit sie Lust aufs Weiterentdecken haben. Das ist nach meinem Verständnis Ziel des Digital Independence Days und darum unterstütze ich diese Initiative.

Lasst uns für ein besseres und gestärkteres Internet einstehen und denen helfen, die das auch möchten.

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