Code auf Tastendruck
26.06.2025
Einige Mitglieder:innen aus dem UberBlogr-Kosmos verfolge ich sehr gern, dazu gehört auch Konstantin. Seine konzeptionelle, sehr stringente Denkweise zieht sich durch seine Notizen, die Themen finde ich immer hochgradig interessant. Wer noch nicht vorbei geschaut hat, bitte unbedingt nachholen - unbedingte Empfehlung.
Gestern schrieb Konstantin über v0.dev, ein Tool für die KI-generierte Erstellung & Konzeption von Websites. Geneigte Leser:innen kennen meinen Kritizismus in Sachen KI, die Art und Weise wie Konstantin über v0.dev schrieb, war aber ermutigend. In dem Sinne, es doch mal selbst zu versuchen:
Endlich ein Tool, das annähernd so schnell ist, wie ich denken kann, insbesondere, was Flows und Interaktionen angeht. Mit Figma (oder irgend einem anderen Layout-Tool) bin ich leider zu langsam. Mir war gar nicht bewusst, wie mich das frustriert hatte, bis zu dem Erlebnis mit v0 heute.
(Konstantin in seiner Notiz)
Beim Einstieg stieß mir gleich ein Aspekt etwas nervig auf, die Notwendigkeit eines Vercel-Logins für die Nutzung. Ich war mir nicht sicher, ob ich meinen in meiner Minimalismus-Attacke Anfang des Jahres beerdigt hatte - scheinbar aber nicht. Dann fiel mir aber nach dem Login gleich auf, dass ich im Falle einer Publizierung gar nicht an Vercel gebunden sei, sondern das auch woanders könne. Damit war der aufkommende Ärger gleich gedeckt.
Aber was wollte ich denn jetzt denken? Mir fiel ein, dass meine Hauptdomain ja eigentlich schon immer brach lag und ich die Umleitung zu LinkedIn ebenso längst ad acta gelegt hatte. Also gab ich in den Prompt Folgendes ein:
I want to create a simple landing page introducing Denis Scollie, a digital marketing professional with 13 years of experience.
Keine Designvorgaben, kein Schnick-Schnack. Einfach plain, so wie ich auch gerne bin und denke. v0 dachte vier Sekunden nach und zauberte dann eine Seite auf Basis von Astro, die mich auf zwei Ebenen beeindruckte: Sie war simpel und schick und vor allem: Der Code ist brauchbar, er ist auf das Nötigste reduziert. Keine aufgeblähte Grütze, sondern einfach und nachvollziehbar. Mit Vorschlägen kann die Seite noch beliebig erweitert werden, z.B. eine Testimonials- oder Portfolio-Sektion. All das in Kürze gebaut, schon sehr faszinierend.
Die Seite selbst werde ich vermutlich nicht nutzen, mein Anspruch ist es, sie selbst zu machen. Aber allein die Möglichkeit, das mal eben zu denken und daraus Inspiration für die tatsächliche Seite zu ziehen, finde ich wertvoll. Es ist echt ein Gamechanger verglichen zu Figma und vergleichbaren Tools.
Warum ich das alles schreibe? Ich hatte gestern Konstantin eine Mail geschrieben und meine positiven Eindrücke in Kurzform geschildert. Seine Antwort darauf enthielt folgenden Satz:
Vielleicht berichtest Du in Deinem Blog über Deine Erfahrungen :-)
Hiermit erledigt, danke für die Anregung!
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