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Sachstand IRC

Inzwischen hat sich Einiges in Sachen IRC getan, wir sind alle sehr emsig und finderisch in der Ausgestaltung der persönlichen Setups. Björn hat Halloy entdeckt, Robert dafür Igloo. Jan ist mit dem PowerMac G5 drin und plant, den Amiga in den Chat zu befördern. Paralell werden ZNC-Instanzen erstellt bzw. konfiguriert und an den config.tomls von Halloy geschraubt. Man könnte das als großen Nerdtraum bezeichnen. mthie wird schmunzeln, weil er nie aus dem Kaninchenbau entschwunden ist, in dem wir jetzt versammelt sind.

Zudem sind John, Jürgen, Markus und Massimo auch am Start und so gewinnt das ganze Ding bereits jetzt an Gestalt und vor allem Spaß für alle. Ob auf Lemmy getrunken oder über alte Hardware in Fachsimpelei gesprochen wird - die Bandbreite an Themen ist groß und ein schöner Komplementär zu den Blogs und Fediverse-Posts. Man lernt die Menschen dahinter nochmal anders kennen. Das finde ich sehr wertvoll und zeigt, dass alle wirklich großartige Charaktere sind.

Vielleicht kriege ich meinen ZNC dieses Jahr auch noch lauffähig, ich scheitere gerade noch am selbst signierten Zertifikat von Unraid. Aber das ist ja das kleinste Problem, nein?

Eigentlich ist es eine Schnapsidee gewesen, die schon länger in meinem Kopf rumspukte. Wie wäre es, wenn man wieder wie früher™️ im IRC plaudern würde. Gestern habe ich dann gefragt, was die UberBlogr-Gemeinde davon halten würde. Denn ich hatte antizipiert, dass dort eine gewisse Offenheit vorherrschen würde. Inzwischen hat sich bestätigt: Das ist mehr als nur gewiss, sondern viel Neugier und Freude. Schön, dass es immer noch genug Enthusiasten für diese fabelhafte Sache gibt.

Für alle Interessierten: Wir treffen uns auf dem Server libera.chat im Kanal #uberblogr.

Der Kater lag fast den ganzen Tag an der Wohnzimmerheizung, die beiden Katzen auf Decken und dem Bett. Alle drei haben scheinbar Winterschlaf gehalten. Aber jetzt um halb elf Abends fangen sie an, ihre Routinen abzuspulen. Ihre innere Uhr ist wohl noch verrutschter als unsere.

Seit vorgestern ist die Raclette-Saison 25/26 eröffnet, wir haben noch unfassbar viel Material für Pfännchen und Stein bereit liegen und im Idealfall werden wir erst mit dem Übergang ins neue Jahr den Grill final abbauen (zwischendurch schon allein aus Reinigungszwecken). Dazu gibt es geistige Getränke und manchmal erinnere ich mich sogar daran, welcher Wochentag eigentlich ist. Könnte schlimmer sein, nein?

Gesehen: Supermarionation

Die Serie Thunderbirds aus den Sechzigern ist Vielen bekannt, Jeff Tracy und seine fünf Söhne arbeiten als International Rescue gemeinsam mit Verbündeten wie Lady Penelope an der aktiven Verhinderung bzw. Behebung von Katastrophen, meistens verursacht durch den Superschurken The Hood. Das Besondere: Die Serie wird durch Marionetten als Protagonisten getragen. Diese hatten eine Technik für die Lippensynchronisierung verbaut, die als Supermarionation bekannt wurde.

Der Weg zu dieser damals bahnbrechenden (und reich an Explosionen und anderen Spezialeffekten) Serie war für AP Films und seine leitenden Personen Gerry und Sylvia Anderson hart. Gerry Anderson hegte große Ablehnung gegen Marionetten, als er erstmals einen Auftrag für die Serie The Adventures of Twizzle erhielt. Doch das Geld rettete seine Produktionsfirma und die immer währende Antipathie gegen seine Protagnosten machte Anderson erfinderisch. Über die Jahre kamen mit Four Feathers Fall, Supercar, Fireball XL 5 und Stingray Serien raus, die die technische Innovation Supermarionation verstetigten. Thunderbirds war dann die Essenz mit enormen Einsatz von Spezialeffekten, in jeder Folge gab es mindestens eine massive Explosion. Gleichzeitig war dies der Zenit der Entwicklung.

Es folgten Captain Scarlet und Joe 90, doch der perfektionistische Gerry Anderson hat ein Problem nie gelöst bekommen: Marionetten das richtige Laufen beizubringen. Durch die Weiterentwicklung kam ein weiteres Problem hinzu. Die Technik von Supermarionation wanderte aus dem Kopf der Marionetten in den Oberkörper. Der Kopf nahm dadurch realistische Proportionen an, war aber fast unsteuerbar geworden. All das führte dazu, dass aus AP Films heraus die Entwicklung zu Century21 als neue Entität und die Verlagerung auf Produktionen mit echten Schauspieler:innen geschah. 1972 wurde das Studio aufgelöst, alles an Sets zerstört. Doch der Mythos und der Kult um die Supermarionation-Serien verschwand nie.

2014 gingen Andrew T. Smith und Stephen La Rivère auf Spurensuche, trafen Andersons Sohn Jamie und viele Beteiligte dieser Zeit oder bedienten sich aus Archivmaterial und skizzierten diesen Weg nach. Dabei treten auch viele der Puppen auf, Lady Penelope und ihr Butler Parker verbinden im Dialog die Stränge zwischen den Meilenstienen und als Zuschauer erfährt man, wieso die Andersons keine Hochzeitsnacht hatten (die Arbeit war im kritischen Status) und warum der Geldgeber Lew Grade sich in einen Schrank zurückzog. Zwei Stunden Doku vergehen wie im Flug, weil man viele kleine Geschichten und Hintergründe erfährt. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt.

Die Doku ist bei Netflix verfügbar, IMDb kommt auf 7,5 von 10. Für mich ist es eine 9.

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